Mobile Entdeckungstouren
Die Blankenburger Straße und "Das Loch"
- 29 Stationen
- ca. 4 Stunden
Über die Blankenburger Straße verlief einst die ehemalige Reichsstraße.
Sie war ein Teil der stark befahrenen Handelsstraße von Nürnberg nach Leipzig. Mit dem Handel blühte auch die Stadt auf. Tuche, Gewürze und Salz wechselten den Besitzer. Eigentlich war dieser Weg als Fernhandelsstraße verboten, seit Leipzig das Stapelrecht hatte und Ware nur dort verkauft werden durfte. Aber sollte die Stadt deshalb an Armut zu Grunde gehen? Salz kam zum Beispiel aus den Bergbauorten weiter im Norden und konnte in fernen Landen gegen Gewürze getauscht werden.
Die Gasthöfe rechts und links der Straße luden zum Übernachten ein. Noch heute zeugt die Freskomalerei "Die lustigen Zecher" an der Fassade der früheren Gaststätte "Das Loch" von diesem regen Treiben in traditionsreichen Gasthöfen. Das Gebäude wurde um 1485 als Wohnhaus in der heutigen Blankenburger Straße erstmals erwähnt und später als Schmiede und Bäckerei genutzt. Ab 1840 bestand eine Gastwirtschaft im Gebäude. Mit der Zeit wurde das "Loch" zu einer der bekanntesten Gaststätten der Stadt.
Jetzt läufst du auf der alten Handelsstraße von Leipzig nach Nürnberg. Entdeckst du das Hiltmannsche Haus mit seinem wunderschönen Erker? Nimm doch mal auf den Sitznischen Platz!
Mit dem Handel wurde die Stadt Saalfeld reich. Stoffe, Gewürze und Salz wurden verkauft. Die Händler konnten in den Gasthöfen rechts und links der Straße übernachten. Das lustige Treiben von früher kannst du an der Wand der ehemaligen Gaststätte "Das Loch" sehen.
Blankenburger Street
You are now in the former imperial road which also served as the trade route between Nuremberg and Leipzig. In Nuremberg direction, it was known as Judenstrasse because it led over the small stream called Judenbach. In the direction of Leipzig it was called Jenensische Strasse.
Trade flourished and so did the Town of Saalfeld. Textiles, spices and salt were exchanged. In actual fact, long distance trading along this route was forbidden because Leipzig had exclusive storage rights and goods could only be sold there. But should that have been a reason for the town to fall into poverty? Salt, for example, came from mining regions further north and could easily be exchanged in distant lands for spices.
The people of Saalfeld traditionally used local spices from the surrounding meadows and forests as they always had. Spices such as cloves, dill, parsley, garlic, sage, mugwort and fennel, were used not only for trading but also, of course, in traditional home cooking.
And inns to the left and the right invited customers to stay overnight and exchange their horses. The fresco painting “The Merry Tipplers” which can be seen on the façade of the inn “Das Loch” on the left hand side of the street, illustrates even today the lively activity which took place in these former guest houses which were steeped in tradition.
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